Spectaculum Geocachium 2009

Ein ganz besonderes Event feierte an diesem Wochenende seine 7. Auflage: Das Spectaculum Geocachium. Im Jahr 2003 zum ersten Mal gepublished, ist es eines der ältesten Geocaching-Events überhaupt. Die Premiere fand noch unter dem Namen Cache n’Grill ein paar Kilometer entfernt von der heutigen Location statt. Damals gab es 19 „Found it“Logs. Was schlichtweg daran lag, dass der Logtyp „Attended“ noch gar nicht erfunden war und erst 2004 das Licht der Welt erblickt hat. Das waren noch Zeiten! Seit 2006 ist das Event umgezogen nach Walheim auf „die Burg“. Um 450 v. Chr. als keltische Festung erbaut, sieht man davon allerdings nichts mehr. Übrig geblieben sind lediglich die Hochebene und die natürlichen Begrenzungen. Dafür ist der Platz jetzt ideal zum Feiern, Grillen, Zelten und Spielen. Außerdem perfekt ausgestattet mit einem Gebäude, das sanitäre Anlagen, eine Küche, einen Schulungsraum, Matratzenlager und eine große überdachte Terrasse bietet.

Startschuss war wie immer am Freitagabend das Vorglühen im benachbarten Vereinslokal bei Schnitzel und Rostbraten. Viele Cacher waren bereits im Laufe des Nachmittags angereist und hatten ihr Zelt aufgebaut oder den Wohnwagen in Position gebracht. War das erste Treffen 2003 noch lokal geprägt, sind mittlerweile auch Cacher aus anderen Bundesländern und der Schweiz mit von der Partie.

Am Samstagvormittag wurden wieder geführte Cachetouren und Kletterkurse angeboten, die innerhalb von Stunden nach Publish ausgebucht waren. Währenddessen fanden auf dem Event-Gelände die letzten Vorbereitungen für den zu erwartenden Ansturm statt. Und er kam. Um die 260 gutgelaunte Cacher fanden sich bei strahlendem Sonnenschein und tropischen Temperaturen ein, um gemeinsam ein Fest zu feiern. Unzählige Salate, Kuchen und andere Leckereien wanderten auf die bereitgestellten Buffettische im kühlen Kellerraum, um sich in Minutenschnelle in leergeputzte Schüsseln und Platten zu verwandeln. Ein weiterer kulinarischer Höhepunkt waren die mittlerweile zur Tradition gewordenen Thüringer Rostbratwürste, die ihren Weg per Direktimport auf den Grill fanden. Diesmal haben Silke und Tom von Mueckenfett den Gruß aus der Heimat in Form von prall gefüllten Kühltaschen mitgebracht.

Neben all der Völlerei wurde aber auch noch etwas geistige Nahrung geboten: Gut besucht waren dieses Jahr wieder die im Schulungsraum angebotenen Workshops zu den Themen Openstreetmap und Paperless Cachen, die inzwischen zum festen Bestandteil des Events geworden sind. Derweil planschten die Kinder im bereitgestellten Wasserbecken, tobten im Matratzenlager, spielten Tischtennis oder lieferten sich ein Tischfußball-Turnier. Der nicht zu unterschätzende Nebeneffekt waren entspannte Eltern, die ihre Sprösslinge lediglich zu Gesicht bekamen, wenn der Hunger oder Durst sie in diese Richtung trieb oder aber wenn der Eismann kam. Ja, das war nun wirklich eine Neuerung dieses Jahr. Wiiilmaa hat das Kunstwerk vollbracht in sein Auto nicht nur den handlichen Irischen Wolfshund Éireann zu packen. Nein, er hat auch noch tatsächlich eine Eismaschine mitgebracht, die an diesem Abend gut ausgelastet war und unglaublich leckeres Vanille- und Waldmeistereis zauberte. Währenddessen war schon der große Kugelstoß-Wettbewerb im vollen Gange. Gefunden wurde die 7,257 kg schwere Kugel von ein paar Jungcachern bei der Geländeerkundung, umfunktioniert wurde sie dann von den mit besonderem Spieltrieb und Erfindungsgeist gesegneten Altcachern zu einem Travelbug. Das Befestigen der Trackingnummer wurde dabei zu einer besonderen Herausforderung.

Der Sonntagvormittag stand dann ganz im Zeichen des traditionellen gemeinsamen Frühstücks aller Übernachtungscacher mit frischen Brötchen auf der Terrasse. Während danach so langsam die Zelte abgebaut wurden, machte sich das Organisationsteam an die umfassenden und bei 34°C vor allem schweißtreibenden Aufräumarbeiten. Da wir dieses Jahr ebenfalls beteiligt waren, gibt es hier keine Kommentare zur Arbeitsleistung des Teams, das überlasse ich lieber den Logs. Auf jeden Fall war das stimmungsvolle 7. Spectaculum Geocachium ein riesiger Spaß für alle Beteiligten, zumindest lassen die zahlreichen „Voranmeldungen“ für das nächste Jahr ganz klar darauf schließen.

Spectaculum Geocachium 2009
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8 thoughts on “Spectaculum Geocachium 2009

  • 18. August 2009 at 00:10
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    Ihr habt euch aber richtig gut versteckt!
    Abends wohl schon im Bett gelegen und morgens erst zum zweiten Frühstück erschienen! 😆 😆

  • 18. August 2009 at 08:44
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    Auweja, da empfehle ich Dir aber dringend einen Besuch bei Optiker und HNO-Arzt. 😀 Dein Namensschild hast Du von mir persönlich überreicht bekommen und auch bei der Getränkeliste haben wir uns noch über das neue Design unterhalten. Vielleicht solltet ihr das nächste Mal vor Einbruch der Dunkelheit erscheinen. Der Wiedererkennungswert ist dann wahrscheinlich deutlich höher! 😀 😀 😀

  • 18. August 2009 at 11:36
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    Eine kleine historische Korrektur: die Log-Typen „attended“ bzw. „will attend“ gab es 2003 schlichtweg noch gar nicht. Wir haben uns nach der Einführung dieses Logtyps mal die Mühe gemacht, die „Found it“-Logs für die damals noch 😉 übersichtliche Anzahl der von uns besuchten Events in „attended“ umzustellen und Lagga hat ja deutlich später nachgeloggt…
    (siehe auch http://forums.groundspeak.com/GC/index.php?showtopic=83286&hl= )

    Aber ansonsten vielen Dank für diesen schönen, stimmungsvollen Blogeintrag! Und natürlich auch für Eure Teilnahme und tatkräftige Mithilfe beim Event!

  • 18. August 2009 at 12:08
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    Wird natürlich sofort überarbeitet! Vielen Dank für den Hinweis. 😀

  • 18. August 2009 at 23:49
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    😯 😯
    Äääh, war das nicht Jenny? 😳 😳
    Oh Mann, die Sonne, die Hitze, die T5er, das ist mir jetzt echt peinlich!!! 😳
    Aber Frühstück nicht, oder? Wer hat mir den Kaffee eingeschenkt? ❓

    Ich geh lieber mal in den Keller, stell mich in die Ecke und schäme mich, auf dass die Schmach schnell an mir vorüber geht und ich am nächsten Event nicht mit einer Schlemmergabel bearbeitet werde. :-(
    Mann, das ist mir jetzt aber… 😳

  • 19. August 2009 at 08:28
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    Also um Dich zu etwas beruhigen: Beim Frühstück waren wir tatsächlich nicht. 😀 Nach einer sehr, sehr kurzen Nacht sind wir erst wieder um 10:30 pünktlich zum Aufräumen erschienen.
    Ansonsten ist der Keller bei den heute angesagten 36°C vielleicht nicht mal der schlechteste Ort um den Tag zu verbringen. 😀

  • 1. September 2009 at 20:49
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    Oh, hört sich nach einem gelungen Fest an.
    Nett auch folgende Passage:
    …Das Befestigen der Trackingnummer wurde dabei zu einer besonderen Herausforderung… LoL

    Lieben Gruß, Martina

  • Pingback: Event-Spektakel droht auszufallen | Geocaching, oder die Suche nach der Tupperdose

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