Pancakes – aber richtig

Ein Dosenfischer auf Reisen. Wohin? Das müsst ihr schon selbst herausbekommen. Wir schicken auf jeden Fall ein dickes Dankeschön zu aba nach Schwerin für diesen fabelhaften Gastbeitrag.

[simage=133,144,y,right]Pancakes. Wer mich kennt, weiß, daß ich daran nicht vorbeikomme. Am liebsten mit Ahornsirup. Und nicht zu sehr durch. Fast noch flüssig. Und heiß aus der Pfanne. Ein Traum. Richtig gute Pancakes, also für meinen Gaumen gute, gibts leider viel zu selten. Manchmal einfach zu dünn. Oder schon fast wie Gummi. Absolut nicht meins. Bissgen dicker – lecker! Im übrigen bin ich nicht damit einverstanden, Pancakes mit Eierkuchen zu übersetzen. Denn für mich gibt es da, sicherlich auch aufgrund meines ausgeprägten Hangs zu den dicken Dingern, grosse Unterschiede. Deswegen bleibe ich hier mal beim Original…

Amerikanische Pancakes versprach das Cachelisting schon im Titel. Keine Frage: Da musste ich hin. Die in diesem Fall knapp 50 Kilometer Anfahrt lagen absolut im Rahmen, jedoch waren dafür auch schlappe 70 Minuten einzuplanen. Keine Frage, daß unterwegs noch sechs Dosen gehoben werden mußten. Aber zurück zum Thema: Ankunft am Pancake-House. Die Öffnungszeiten sind schon etwas … sagen wir es freundlich: ungewöhnlich. Dienstags sowie Donnerstag bis Montag ab 15 bis 19 Uhr. Ähm, ja. Nochmal Glück gehabt, denn das Listing gab genau über diese doch nicht unwichtigen Informationen rein gar keine Auskunft. Das Pancake-House ist dann auch erstmal eine große, ausgebaute Scheune. Schön in rot/weiß gestrichen. Im Rezeptionsbereich (sowas in der Art war es wirklich) roch es ganz frisch. Nach Holz. Der Fußboden war offensichtlich sehr neu. Speisekarte? Irrtum. An der Wand hingen drei mit Kreide beschriftete Tafeln. Bedienung? Nein. Bestellen und bringen lassen. Service? Oh ja! Wie wir denn gerne unsere Pancakes hätten. Den ersten klassisch, danach mit Eis und Marmelade. Einen mit Kaviar und Zwiebeln und dann noch einen mit frischem Obst. Die Auswahl war schier unendlich. Jeder noch so kleine Extrawunsch war und wäre in Erfüllung gegangen. Müßig zu erwähnen, daß die „Beikost“ in Form von Getränken völlig ausreichend (Milchkaffee, Kaffee, Saft usw.) war. Hier gehts schließlich um Pancakes. Achja: Es gab auch Suppen. Die habe ich mir aber erspart, um ausreichend Platz für die Pancakes…

[simage=132,144,y,left]Das Ambiente des Tempels ist außergewöhnlich. Ein bißchen war ich an den Schulzenhof erinnert, den geneigte Besucher eventuell schon kennen. Insbesondere die „Hochparterre“ fand ich sehr beeindruckend. Rustikal, aber sachlich. Ein bißchen plüschig, aber dezent. Sehr schick. Hingegen war die Tenne der Scheune eher ein wenig nicht mein Fall. Busreisende schienen hier die Zielgruppe zu sein: Biertisch-Bank-Kombinationen, es war zugig, es war ungemütlich…

[simage=131,144,y,right]Die Pancakes, und jetzt kommen wir endlich zum kulinarischen Teil, waren o-b-e-r-l-e-c-k-e-r. Ein kleines bißchen flüssiger hätten sie sein dürfen. Aber es war noch im Rahmen. „Jam“ und Eis dazu waren einfach der Hammer. Aber auch die Variante mit Kaviar, Creme fraiche und Zwiebeln hat vorzüglich gemundet und war ein willkommener Gegenpart zu den süßen Variationen. Die Küche hat ganze Arbeit geleistet, denn nach knapp einer Stunde waren wir mit unseren zur Verfügung stehenden Ressourcen am Ende. Sprich: Nichts ging mehr. Und nach so einem Mahl mußte noch ein Verdauungsspaziergang her. Richtung Cache, der dann auf dem großzügigen und absolut kinderfreundlichen weil mit unzähligen Spielgeräten ausgestatteten Garten sehr schnell entdeckt war. Ein schöner Besuch. Wenn es nicht so weit wäre, würde ich jederzeit wieder…
Ach ja: Der Cache heißt GC1E3H9.

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4 thoughts on “Pancakes – aber richtig

  • 3. September 2009 at 21:18
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    Boah, da bin ich aber mal so richtig neidisch, auch haben will…..
    aber: N 1007km from your home coordinates *heul

  • 5. September 2009 at 21:39
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    Ohhh, ich rieche sie förmlich, die leckeren Pancackes. Da kommen die Scones from dream tea (GB) nicht mit 😉

    Lieben Gruß, Martina

  • 7. September 2009 at 00:58
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    Was? Nur 1000km aus dem Schwabenländle? Wie schön das ich bald Urlaub habe und dazu noch mehr Zeit als mir lieb ist…
    Wer will mit, sollte ich da etwa ein Auto organisieren…so mit Tankkarte und Komfort bis zum Abwinken?

    Stefan

  • 7. September 2009 at 14:48
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    @Stefan: besorg Dir nen Schnelläufer und mach ne Schweden-Rundfahrt, da gibts dann ja auch noch ein T5er Schmankerl: GCHVV2 😉
    Den will Scandi in den nächsten 3 Wochen auch machen (der ist gerade auf Scandinavien-Rundreise 🙂 )

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