Highlight im Schrebergarten

Eigentlich wollten wir vor der andauernden Sommerhitze im Ländle an die kühle Ostsee flüchten. Am Ende der 1. Etappe in Meißen mussten wir allerdings feststellen, dass sich das schwül-heisse Klima in unser Gepäck geschmuggelt hatte. Trotz ordentlich arbeitender Klimaanlage machten wir deshalb wohl auch einen leicht derangierten Eindruck, denn die Hotelchefin verfrachtete uns kurzerhand in den schattigen Innenhof des ehemaligen Fährhauses und versorgte uns rührend mit Kaffee und Tee.

Drei Flüsse

Stuttgart – Leipzig – Salzburg – Stuttgart. Zugegebenermaßen gibt es ökonomischere Reiserouten, aber es hat sich halt wieder so ergeben. Das scheint bei uns allerdings langsam Standard zu werden. Es hatte dieses Mal immerhin den Vorteil, dass wir ein paar ganz hartnäckige weisse Flecken auf unserer Landkreiskarte in weitaus angenehmere Farbtöne umwandeln konnten. In den tiefsten Südosten hatte es uns dazu verschlagen, quer durch den Bayerischen Wald, immer schön im Windschatten tschechischer LKWs, die hier reichlich unterwegs sind. Doch irgendwann hatte diese Odyssee ihr Ende gefunden und wir stürmten hungrig die Altstadt unseres Tagesziels: Passau.

Little Tokyo – rechtsrheinisch

Was für ein hübsches Bild: Mitten in einer Großstadt, vor einem unspektakulären Eckhaus, schieben Menschen in unregelmäßigen Abständen auf einer langen Holzbank ihren Hintern ein paar Zentimeter weiter in Richtung Eingangstür, um Platz zu machen für diejenigen, die bisher nur einen Stehplatz ergattert haben. Ein ulkiges Spektakel und wir mittendrin. Der Dinge harrend, die da kommen sollen: Nudelsuppe. Das klingt jetzt zugegebenermaßen etwas skurril, ist aber Alltag vor dem kleinen japanischen Restaurant in Düsseldorf.